Theaterprojekt - Wendezeiten von Aufbruch bis Verzweiflung

Kategorie: Vergangenes

Zum Reinschnuppern in das Projekt, gern den Trailer anschauen. 

Der Bürgerhafen führte in den Jahren 2024/2025 gemeinsam mit einer Theaterpädagogin und einer Musikpädagogin und Komponistin ein intergeneratives biografisches Theaterprojekt durch. Das mittels Interviews von Zeitzeug:innen ausgearbeitete Theaterstück wurde im Jahr 2025 an zwei Schulen und in Begegnungsstätten aufgeführt.

Zeitzeug:innen der DDR wurden zu Wendungen in ihrem Leben befragt. Dabei interessierte uns z.B., ob die Wendepunkte selbstgewählt sind, kollektiv alle trafen oder durch Zwang verursacht wurden. Die Wendungen konnten sich auf den Mauerfall, andere politische Auswirkungen des SED-Regimes oder persönliche Ereignisse im Leben beziehen. Durch diesen thematisch sehr offenen und auch sehr persönlichen Ansatz konnte eine besondere Vielfalt von Erfahrungen und Perspektiven gezeigt werden.

Die Geschichten dieser Zeitzeug:innen der DDR wurden mit Mitteln des Theaters aufgearbeitet. Besonderes Augenmerk legten wir auf die Verbindung privaten Lebens und Auswirkung der Staatsform.

Neben wichtigen Ereignissen wurden die Zeitzeug:innen nach Musikstücken befragt, die sie mit den Erfahrungen jener Zeit in Verbindung bringen. Diese Musik wurde im Original als Einspieler in unser Stück eingearbeitet.

Biografisches Theater mit Musik hat das besondere Potenzial, Lebensgefühl kombiniert mit Informationen vermitteln zu können. Echte Geschichten aus empirischem Material berühren Menschen eher als erfundene. Das Stück solte Fragen aufwerfen, die im Nachgespräch beantwortet werden können.

Das Projekt wured gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Finanziell unterstützt wurde es von der Peter-Warschow-Sammelstiftung, der Bürgerstiftung Vorpommern, der Stiftung der Sparkasse Vorpommern und der Stadtwerke Greifswald GmbH.